5 Feb von Webmaster

Spoty

Jetzt ist Spoty unserem Karl, der Langnase, gefolgt. Genau ein Jahr später. Opi hatten wir ihn unterdessen genannt. Opi Spoty. Klingt doch auch schön, oder? Er hatte den wissenden Blick, den Grossväter haben, obwohl sie schlecht sehen und noch schlechter hören (wollen). Ausser, es gibt Käse oder es raschelt die Wurstpackung in der Küche. Da erwachen die Sinne und alle Gebrechen sind vergessen.

Klug war er all die Jahre, und ein kleiner frecher Kerl, als wir ihn bekamen. Mein Gott, was hat er uns aufgeregt, besonders wenn er aus der Düne am Atlantik kam und sich vergnügt in den dunklen Hinterlassenschaften der Menschheit gewälzt hat. Dann wurde aus dem schwarzweissen Hund ein braunschwarzes Ungetier. Es schien, als wäre es für ihn wie ein guter Wein gewesen. Wir sahen das anders, und zum Glück gab es den Atlantik mit ganz viel Sand und Salzwasser, damit der Hund wieder lupenrein aussah.

Fast fünfzehn Jahre alt ist er geworden, und wollte nichts mehr davon wissen. Die Gebrechen eines Grossvaters haben ihn geplagt. Jetzt konnten wir ihn auf seiner letzten friedvollen Reise begleiten. Mach’s gut mein Lieber. Karl und Henry und Opa Dieter warten schon auf dich. Thomas & Michaela Kirschning