Wie oft wird Ihr Hund entwurmt? Die meisten Hundebesitzer entwurmen ihre Vierbeiner regelmäßig mit Arzneimitteln vom Tierarzt oder aus der Apotheke.

Dabei ist vielen nicht bewusst, dass auch ein straffer Entwurmungsplan nicht zuverlässig vor Würmern schützen kann.

Wurmkuren vom Tierarzt
Eine übliche Wurmkur erlöst den Hund nur von bereits vorhandenen Würmern und hat keine vorbeugende Wirkung. So können theoretisch schon wenige Tage nach der Entwurmung neue Parasiten in den Hund gelangen, die es sich bis zur nächsten Wurmkur im Körper des Hundes gemütlich machen. Es ist also ein Irrglaube, dass der Hund nach einer Wurmkur in den nächsten Wochen oder Monaten garantiert «wurmfrei» sein wird.

Nebenwirkungen möglich
Viele Hunde haben keine auffälligen Probleme mit chemischen Entwurmungen, andere hingegen reagieren sehr sensibel. Ungewöhliches Verhalten, Unruhe, Kratzen, Übelkeit, Durchfall können in Verbindung mit Wurmkuren auftreten. Es ist daher sinnvoll, seinen Hund nach einer Entwurmung zu beobachten.

Natürliche Alternativen
Allerdings gibt es auch alternative Möglichkeiten, Wurmbefall beim Hund zu bekämpfen. Ein Vorteil dieser natürlichen Mittel ist, dass sie sowohl präventiv (= um Wurmbefall vorzubeugen), als auch kurativ (= gegen vorhandenem Wurmbefall) eingesetzt werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie im Gegensatz zu den chemischen Wurmkuren richtig verabreicht keine Nebenwirkungen bergen und den Organismus nicht unnötig belasten.

Kotproben verraten, wann eine Wurmkur nötig ist
Ein Hund muss eigentlich nur dann entwurmt werden, wenn er auch tatsächlich unter Wurmbefall leidet. Mit einer Kotuntersuchung beim Tierarzt oder einem Labor findet man heraus, ob überhaupt ein Wurmbefall vorliegt. Dazu sollten über 3 Tage kleine Kotproben gesammelt und beim Tierarzt zur Untersuchung abgegeben werden. Wird bei der Kotuntersuchung kein Wurmbefall nachgewiesen, kann man auf eine Entwurmung verzichten.

In vielen Fällen zeigte sich durch die Kotuntersuchungen, dass der eigene Hund gar nicht alle 3 Monate unter Würmern leidet und häufige Wurmkuren (egal ob chemisch oder natürlich) nicht so oft wie erwartet erforderlich sind.

Tipp: Stuhlproben-Röhren aus der Apotheke eignen sich prima zum hygienischeren Einsammeln, sicherem Verpacken und Transportieren der Kotprobe.

Natürliche Mittel gegen Würmer

Es gibt verschiedene natürliche Mittel, die gegen Würmer wirken. Bitte informiere Dich sich vor der Verwendung ausreichend über ihren Einsatz und die genaue Dosierung.

Kokosflocken & Kokosöl
Kokosflocken & Kokosöl sind als Mittel gegen Würmer sehr beliebt. Man sollte Bio-Produkte vorziehen und nur kaltgepresstes Öl verwenden. Sowohl Flocken (Raspeln) als auch das Öl wird dem Futter beigemengt. Die enthaltene Laurinsäure macht den Hund als Wirt für die Würmer unattraktiv.

Gemahlene Kürbiskerne
Kürbiskerne wurden schon früher gegen Bandwurmbefall verwendet. Sie enthalten die Aminosäure Cucurbitin, die gegen Würmer wirkt. Kürbiskerne wirken auch harntreibend und helfen Hunden mit Prostata- oder Blasenproblemen. Zusätzlich sollen sie das Immunsystem unterstützen und freie Radikale abwehren. Auch hier sind Bio-Produkte vorzuziehen.

Geriebene Möhren
Bio-Möhren können frisch gerieben (nicht püriert) direkt dem Futter beigemengt werden.

Die richtige Dosierung
Wer natürliche Produkte zur Wurmbekämpfung verwenden möchte, findet bei einem Tierheilpraktiker oder naturheilkundlich ausgerichtetem Tierarzt seines Vertrauens professionellen Rat. In zahlreichen Büchern und im Internet findet man ebenfalls Informationen zur natürlichen Wurmbekämpfung.

Quelle: wuffundwedel.de