Liebe Interessenten,

herzlichen Dank für Ihr Interesse an einem Tierschutzhund. Wir versuchen von jedem unserer Schützling so viele Informationen wie möglich zu sammeln und Ihnen einen guten Überblick über den Charakter und den Gesundheitszustand zu verschaffen. Die genaue Vorgeschichte unserer Hunde und ihre Erlebnisse vor ihrer Ankunft bei unseren spanischen Partnern bleiben jedoch oft im Dunkeln.

Wir erhalten immer wieder Anrufe von verzweifelten Menschen, die sich in das Foto eines spanischen Hundes verliebten und diesen direkt ab Transporter übernahmen. Sie erzählen uns, dass sie nicht über die lebenswichtigen medizinischen Untersuchungen und Behandlungen informiert wurden.

Aus diesem Grund möchten wir aufklären.

  1. Sofort: Untersuchung auf Giradien (Blut im Kot!) und deren umgehende Behandlung ist unerlässlich… (Wikipedia)
    Die Ansteckungsgefahr für andere Vierbeiner ist extrem hoch und leider bei direktem Kontakt fast zu 100% garantiert!
  2. Nach 10 Tagen der Ankunft Überprüfung auf Mittelmeerkrankheiten.
    Begnügen Sie sich keines falls mit den Testresultaten aus Spanien. Die Inkubation kann acht Tage bis drei Monate betragen und der Hund kann sich noch auf dem Transport anstecken. Nur ein Schweizer Mittelmeertest kann Sicherheit geben. Wir kontrollieren nicht nur auf Leishmaniose, sondern auch auf Babesien. Erkennt man die Krankheiten nicht rechtzeitig können diese sogar zum Tode führen.
  3. Die Altersangaben bei unseren Hunden ist ohne Gewähr.

Unsere Hunde erhalten zusätzlich alle eine osteopathische Behandlung. Diese ist bei Tierschutzhunden meist dringend nötig ist. Verschobene Beckenknochen, blockierte Halswirbel und blockierte Wirbelknochen können so wieder ins Lot gebracht werden. Anderenfalls können zum Beispiel die blockierten Halswirbel zu Kopfschmerzen führen. Bei allen unseren Hund wurde bisher immer etwas gefunden und korrigiert.

Scheue und traumatisierte Hunde werden zudem homöopathisch behandelt und durch gut ausgebildete Pfleger resozialisiert und erst dann vermittelt.

Die meisten unserer Hunde stammen aus Spanien – dort versteht man unter dem Begriff artgerechte Hundehaltung leider etwas ganz anderes als in unserem Land.

Unsere Schützlinge haben oft sehr viel Grausamkeit erfahren müssen, mussten sich auf der Strasse durchschlagen und haben nur selten eine richtige Hundeerziehung genossen. Jagdhunde und dazu zählen unsere Windhunde ebenso wie die kleineren Terrierrassen (z.B. Ratonero) werden in Spanien meist abseits in separaten Grundstücken gehalten. Dort leben sie oft angekettet, ohne regelmässige Wasser- und Nahrungsversorgung. Dadurch kennen sie für uns selbstverständliche Dinge wie an der Leine spazieren gehen, Leben bei der Familie im Haus sowie Liebe und Geborgenheit oft nicht.

Bereits unsere Partner in Spanien versuchen Ihnen im Rahmen ihrer Möglichkeiten dies näher zu bringen. Wenn immer möglich werden sie in Pflegefamilien untergebracht. Auch wir bereiten sie auf das Leben bei Ihnen vor, sobald sie bei uns in der Station angekommen sind. Wir gehen mit ihnen spazieren, üben Dinge wie Treppensteigen und schenken Ihnen viel Zuneigung und jede Menge Streicheinheiten.

Grundsätzlich gilt, jeder Hund benötigt Erziehung sowie eine ausreichende Auslastung und dies beansprucht Zeit und Geduld. Unsere Hunde lernen in der Regel sehr schnell und wenn Sie einmal Vertrauen gefasst haben, werden sie zu extrem dankbaren und treuen Wegbegleitern. Doch Sie als zukünftiger Besitzer eines Tierschutzhundes müssen sich bewusst sein, dass ihr Hund, egal ob jung oder alt, eventuell einige Dinge wie zum Beispiel die Stubenreinheit oder auch die Grundkommandos erst noch lernen muss. Dies gilt nicht für jeden unserer Hunde aber für einen Grossteil.

Wir beraten Sie diesbezüglich natürlich gerne und stehen Ihnen auch nach der Übernahme weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Eines können wir Ihnen versprechen, Ihre Anstrengung wird sich auszahlen… Schauen Sie auf unsere Vermittlungsseite! Ihr Traumhund wartet sicher schon auf Sie.

Wir suchen für unsere Schützlinge, die oft sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben, ein endgültiges, sicheres, gutes und vor allem liebevolles Zuhause.

Natürlich ist deshalb ein persönliches Gespräch unumgänglich. Vor diesem Gespräch bitten wir Sie aber Folgendes zu bedenken.

  • Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden?
  • Verträgt es zu den eventuell bereits vorhandenen Haustieren noch zusätzlich einen (weiteren) Hund?
  • Haben Sie (Wind-)Hunde-Erfahrung?
  • Wenn dem nicht so ist: Sind Sie bereit, sich fehlende Kenntnisse anzueignen und Beratung anzunehmen?
  • Haben Sie genügend Zeit (täglich 2-3 Stunden), um sich mit Ihrem Hund zu beschäftigen?
  • Wer kümmert sich um ihn, wenn Sie krank sind oder in die Ferien fahren?
  • Passt besser ein lebhafter oder eher ein ruhiger Hund zu Ihnen/ zu Ihrer Familie?
  • Sind Sie sich bewusst, dass ein Hund Kosten verursacht? (Futter, jährliche Impfungen, Entwurmungen, ev. Zahnreinigung)
  • Ist ihr Vermieter bzw. Ihre Immobilienverwaltungsfirma mit einem Tier in Ihrer Wohnung / dem bewohnten Haus einverstanden und haben Sie sich das schriftlich bestätigen lassen?

Nur wenn wir uns sicher sind, dass Sie sich dies alles genau überlegt haben, ein Hund in Ihre Lebenssituation passt und wir zusammen den richtigen Hund gefunden haben, wird für diesen ein Übernahmevertrag abgeschlossen und er oder sie darf bei Ihnen einziehen.

Wir geben unsere Hunde gegen eine Schutzgebühr von CHF 700.– (inkl. Chip) an ihre neuen Familien ab. Diese Gebühr beinhaltet Transport, Futter, Tierarzt (Kastration, bzw. Sterilisation, Impfungen, Chip, Entwurmungen, Schweizer Mittelmeertest) homöopatische und osteopatische Behandlung, je nach Notwendigkeit Akupunktur und Hunde-Coiffeur. Dieser Betrag deckt natürlich unsere Unkosten nie komplett, deshalb sind wir auf zusätzliche Spenden unserer Mitglieder, Sponsoren und Gönner angewiesen.

Die Schutzgebühr dient ebenfalls dazu, unüberlegte Schnellentscheidungen zu verhindern.

Weitere Kostenpunkte sind CHF 45.– für die einmalige Anmeldung bei Amicus, die seit 1.1.2016 Pflicht ist und eine eventuelle Grundaustattung mit Leine, Halsband, Geschirr und einem Futtersack für die Eingewöhnungszeit. Erfragen Sie bitte die genauen Kosten dafür bei Ihren Beratungsgespräch.

Gesundheitszustand und Impfungen der Hunde
All unsere Hunde werden entfloht, entwurmt, geimpft, kastriert und gechippt abgegeben. Sie sind auf Leber- und Nierenfunktion (Chemogramm), sowie auf die häufigsten Mittelmeerkrankheiten getestet.

Die meisten Hunde sind in einem guten gesundheitlichen Zustand.

Ab und zu kommen Hunde zu uns, die durch Überbeanspruchung an Arthrose leiden. Unser Partnertierarzt erzielt hier häufig mit Akupunktur sehr gute Erfolge. Diese Hunde brauchen nur noch wenig Auslauf und wünschen sich einzig einen ruhigen Lebensabend auf einem weichen Kissen.

Speziell bei unseren traumatisierten Hunden greifen wir auf Homöopathie und Bachblüten zurück. Dies hilft den Tieren bei der Bewältigung ihrer schrecklichen Vergangenheit.

Wir informieren zukünftige Hundeeltern nach bestem Wissen über den Gesundheitszustand und Charakter ihres Adoptivhundes.

Beratung
Wir beraten ausführlich über Fütterung, Eingewöhnungszeit, eventuelle gesundheitliche Einschränkungen, empfehlenswerte Hundeschulen etc., um der neugefundenen Familie einen guten Start ins gemeinsame Leben zu ermöglichen. Auch nach der Vermittlung stehen wir den Hundeeltern natürlich mit Rat und Tat zur Seite.

Ferienplatz für vermittelte Tiere
Wenn es unsere Platzverhältnisse erlauben, bieten wir Ihnen Ferienplätze für ehemalige New Graceland Schützlinge an. Wir bitten darum, uns die gewünschten Termine mindestens drei Wochen im Voraus mitzuteilen, damit wir die Plätze einplanen können.

Preis pro Hund und Tag: CHF 20.– bis CHF 40.–

Wir behalten uns vor Platzkontrollen vor und auch nach der Vermittlung durchzuführen um sicherzustellen, dass unser Schützling ein liebevolles und artgerechtes Zuhause findet bzw. gefunden hat.

Unsere Hunde werden ausschliesslich mit einem Übernahmevertrag abgegeben. Dieser legt unter anderem fest, dass unsere Schützling nicht ohne unser Wissen und Einverständnis weitergegeben werden dürfen. Verliert ein Hund seinen Lebensplatz, nehmen wir ihn wieder bei uns in der Station auf und suchen eine neue Familie für ihn. Zudem verpflichten sich die Adoptanten uns über das Ableben unserer Schützling zu informieren.