Unsere
Hunde

     
 



Obwohl alle unsere Schützlinge von ihren Besitzern in Spanien sehr schlecht behandelt wurden, sind die meisten immer noch sehr sanft und anhänglich. Einige sind jedoch auch handscheu und müssen behutsam an ihr neues Leben gewöhnt werden. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung, allfällige Schwierigkeiten gemeinsam zu lösen.

Vom Zwinger zur Wohnung

Unsere Greyhounds, Galgos und Podencos wurden in engen Zwingern, dunklen Verschlägen oder feuchten Kellern eingesperrt gehalten. Nur hervorgeholt für das Rennen oder die Jagd kennen Sie nicht viel vom Leben draussen. Manchmal müssen deshalb scheinbare Selbstverständlichkeiten, wie beispielsweise das Treppensteigen, erst geübt werden. Einige Zeit vor der Vermittlung leben darum die Hunde bei Frau Bader im Haus. So werden sie behutsam, aber gezielt auf ein Leben als Familienhund vorbereitet. 

Viele Hunde erstaunen uns damit, dass sie vom ersten Tag an sauber sind. Andere benötigen Verständnis, um die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten und um zu verstehen, dass das Geschäft draussen zu erledigen ist. Den Hund für ein Malheur im Hause zu bestrafen, verängstigt ihn nur und führt zu noch mehr Verwirrung, Panik und weiteren Zwischenfällen.
 

Freilauf / Jagdinstinkt

Die Greyhounds wurden ab 12 Monaten trainiert, pelzigen Bündeln nachzujagen. Die meisten Galgos und Podencos wurden schon als Junghunde zur Jagd eingesetzt.

Lassen Sie den Hund deshalb draussen in den ersten drei Monaten nicht von der Leine!

Sie und Ihr Hund brauchen jetzt zuerst Zeit, sich kennen zu lernen. Gehen Sie davon aus, dass er Wörter wie «Komm, Hier, Fuss» noch nie gehört hat. Zeigen Sie ihm in kleinen Schritten, was sie damit meinen. Beginnen Sie damit, ihn zwischen sich und Ihrem Begleiter hin und her rennen zu lassen, rufen Sie ihn beim Namen und begrüssen Sie ihn überschwänglich, wenn er zu Ihnen kommt - wie lange das auch immer dauern mag. Spielerische Übungen sind eine ausgezeichnete Hilfe bei der Sozialisierung und vertiefen die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Hund. Denken Sie jedoch daran, dass die Übungen den Hund anstrengen. Brechen Sie die Übungen mit einem positiven Erlebnis ab, bevor der Hund müde ist. Hat sich der Hund eingewöhnt, liegt es im Ermessen des Besitzers, ob er ihn frei laufen lassen kann oder nicht. Für den Fall, dass Ihr Hund einmal nicht zurückkommt, ist es (trotz Chip) von Vorteil, wenn er immer eine Erkennungsmarke mit Telefonnummer trägt.

Im Wald und in der Stadt sollte der Hund immer an der Leine bleiben!

Beim Kontakt mit Katzen oder kleinen Hunden ist Vorsicht geboten. Wir empfehlen Ihnen, beim ersten Begegnungstest dem Hund einen Maulkorb anzulegen. Halten Sie Hund und Katze anfangs in getrennten Räumen. Tauschen Sie Decken aus, damit sich die Tiere an den Geruch des anderen gewöhnen können. Sollte der Hund nach der Katze schnappen, ignorieren Sie sein Fehlverhalten und schaffen mehr Distanz zu der Katze. Sobald sich der Hund ruhig verhält, loben Sie ihn und geben ihm ein Leckerli. Über viele Tage kann so die Distanz abgebaut werden, aber immer nur so weit, wie sich Ihr Hund noch entspannt der Katze gegenüber verhält. Wird er wieder aufgeregt, sind Sie zu weit gegangen und müssen einen Schritt im Training zurück. Dasselbe gilt bei der Sozialisierung mit kleinen, langhaarigen Hunden. Schlagen Sie ihn auf gar keinen Fall! Wenden Sie auch keine so genannten und in manchen Büchern beschriebenen Erziehungs-Hilfsmittel wie Wasserpistolen, Rasselbüchsen etc an.
Denken Sie immer daran: Es ist der Instinkt, der Ihren Hund steuert, nicht böser Wille.


Fütterung

Das für Rennhunde hoch proteinhaltige Futter ist für unsere "pensionierten" Renn- und Jagdwindhunde nicht mehr geeignet. Ein Proteinanteil von 21% bis 25% ist ideal. Ebenso wenig sollten Sie nährstoffreiches Dosenfutter verwenden. Es durchläuft den Magen-Darm-Trakt zu schnell. Ein gutes Trockenfutter, angefeuchtet mit warmem Wasser oder Standard- Dosenfutter ist bestens geeignet.

Windhund haben einen empfindlichen Magen; füttern Sie deshalb lieber täglich mit drei kleinen Mahlzeiten als mit einer grossen.

Achten Sie bei Ihrem Hund auf das Gewicht: Eine Greyhündin sollte 25 bis 30 Kilogramm wiegen, ein Greyrüde kann bis zu 40 Kilogramm schwer sein, je nachdem wie hoch der Anteil an Muskelgewebe ist.

Bei der Galga liegt das Idealgewicht zwischen 23 und 28 Kilo, ein Galgorüde darf bis 35 Kilo schwer sein, ebenfalls abhängig vom Muskelanteil und seiner Grösse. Eine grosse Podenca kann bis 30 kg, ein grosser Podenco kann bis zu 40 Kilo wiegen.


Ob Ihr Windhund zu dünn oder zu dick ist, kann einfach geprüft werden: Auf seinem Rücken muss man drei Wirbel deutlich erkennen können, zwei weitere dürfen noch leicht angedeutet sein. Sehen Sie 5 Wirbel deutlich, ist Ihr Hund zu dünn.

Untergewicht verursacht Stress, Übergewicht schadet den Gelenken.
 

Verschleiss-Erscheinungen

Bei den Hunden können Muskel- oder Knochenschmerzen auftreten, die noch von der Überanstrengung ihrer Renn- bzw. Jagdzeit stammen. Ein nebliges kaltes Wetter wird sie noch verschlimmern. Die Gelenke (Knie der Vorderläufe) sind meist am schlimmsten befallen. Die Gelenke der Hinterhand können ebenfalls davon betroffen werden, wenn z.B. eine alte Bruchstelle später arthritisch wird.

Viele unserer Hunde bekommen wir mit Wunden, Liegeschwielen oder kahlen Stellen an Ellbogen, Bauch oder Rute. Mit einer guten Salbe können diese Hautschäden behandelt werden.

Bieten Sie Ihrem Hund ein weiches Bett (eine alte Steppdecke, ein Federbett oder ein Sofakissen), denn seine hervorstehenden Knochen und Gelenke müssen geschützt werden um offene Stellen und Schwellungen zu vermeiden.

 

Erziehung

Unter Hundeschulen/Trainer finden Sie kompetente Fachpersonen, die wir empfehlen können.

Bitte lesen Sie auch Sprühhalsband, nein danke!
 

Lebensrettende Informationen:

Narkose

Greyhoundsperre

Mittelmeerkrankheiten


Diese Beschreibungen ersetzen nicht den Gang zum Tierarzt! (empfohlene Tierärzte/Kliniken )

Sollte Ihr Tierarzt keine Erfahrung mit Windhunden haben, bitten wir Sie höflich, mit uns in Kontakt zu treten.

 

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Im neuen Zuhause

 

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