Verein New Graceland

Auslandstierschutz

Warum Tierschutz im Ausland?

 

Oft werden wir gefragt: "Warum holt ihr Hunde aus dem Ausland in die Schweiz, bei uns gibt es doch genug Hunde in den Tierheimen."

 

z. Bsp. weil es so in Schweizer Tierheimen nicht ausschaut...

 

Wir antworten mit folgenden Argumenten:

 

Wir helfen und vermitteln auch Hunde hier in der Schweiz, wenn hiesige Tierheime uns um Hilfe bitten oder Hunde durch Trennungen oder Tod ihren bisherigen Platz verlieren.

 

Tierheime in Spanien kann man nicht mit denen hier in der Schweiz vergleichen. In schweizerischen Tierheimen leidet kein Tier Hunger oder unnötige Schmerzen - es wird für die Tiere gesorgt.

 

Anders in Spanien: Zum einen handelt es sich bei diesen Tierheimen immer auch um Tötungsstationen, wo Hunde (und Katzen) „entsorgt“ werden. Dies geschieht das ganze Jahr über, aber besonders vor der Urlaubssaison und nach der Jagdsaison. Private geben die Tiere ab oder kommunale Tierfänger sammeln sie auf der Strasse insbesondere vor den Hotels auf.

 

Zum Glück gibt es auch in Spanien Tierschutzorganisationen, bei denen geschundene Tiere Zuflucht finden. Die Tierschützer sind jedoch mit der Vielzahl von notleidenden Tieren völlig überfordert. Es fehlt an Allem. Finanzielle Mittel, um das Nötigste für die Tiere zu besorgen, sind in Spanien sehr schwer aufzubringen.

 

Hunde/Tiere „importieren“ JA oder NEIN?!

 

Immer wieder werden Stimmen von Kritikern laut, die sagen, dass keine Tiere in die Schweiz importiert werden sollen. Wir hätten genügend arme Tiere in unseren Tierheimen, die ein Zuhause suchen. Bestimmt hat sich jeder von uns Tierfreunden diese Fragen auch schon einmal gestellt?! Helfen wir wirklich, wenn wir die Windhunde aus den Tierheimen/Tötungsstationen aus Spanien holen und im Gegenzug z.B. die Galgueros wieder Welpen „produzieren“ um neue Jagdhunde heranzuzüchten und „fehlerhafte“ Tiere entsorgen?

 

Gegenfrage:

 

Was geschieht mit den Hunden, die in Spanien „entsorgt“ werden?

Die Hunde landen auf der Strasse, bekommen unkontrolliert Welpen, welche als Streuner heranwachsen und auch wieder Junge bekommen. Ein niemals endender Kreislauf, denn die wenigsten Spanier lassen ihre Hunde kastrieren! Man scheut die Kosten oder hält die Kastration für unnatürlich

 

Die Frage „Tiere importieren JA oder NEIN“ kann wohl klar mit JA beantwortet werden, denn unsere Tiere werden medizinisch versorgt, kastriert und können so ein langes glückliches Leben leben, ohne weitere Welpen zu bekommen, die einem schrecklichen Leben entgegensehen.

 

Zudem haben die geretteten Hunde in Spanien quasi keine Chance auf Vermittlung. Erwachsene Hunde sind gar nicht gefragt und Welpen gibt es überall,.. Trächtige Hündinnen werden von ihren Menschen kurzerhand verstossen oder man entledigt sich der Jungen, indem man sie in Mülltonnen wirft.

 

Eines der beliebtesten Ziele vieler Touristen ist in Sachen Tierschutz ein Entwicklungsland. Darum helfen wir!

 

Tierschutz kennt keine Grenzen!!!

 

Was bringt unsere Hilfe angesichts dieser grossen Probleme überhaupt?

 

Wir alle würden es vorziehen, wenn wir keine Tiere mehr retten müssten. Doch solange Menschen sich leichtfertig für ein Haustier entscheiden oder Tiere nur als Ware betrachten, wird es immer Opfer geben und Menschen, die sie retten – ganz gleich ob vor der eigenen Haustür oder in anderen Ländern.

 

In den letzten Jahren fand ein langsames Umdenken in der spanischen Bevölkerung statt und unseren Partnern ist es seit kurzem auch manchmal möglich ihre Schützlinge in Spanien an Spanier zu vermitteln. Ein Fakt der uns sehr stolz und glücklich auf die Arbeit aller Tierschützer macht. Der Prozess mag langsam voranschreiten, aber wir werden nie die Hoffnung auf Besserung und unseren Kampf dafür aufgeben.